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Voigtländer Braunschweig Technica-Heliar 4.5 / 21cm
Die Linsen des Technika Heliar sind in einem sehr schönen Zustand. Das Objektiv wurde im Juni 2026 revidiert. Die Linsen sind klar und haben keine Kratzer, Fungus oder Separation. Dieses Heliar wurde 1958 hergestellt: Es besitzt die hochentwickelte Nachkriegs-Einschichtvergütung erkennbar ist dies auch an dem wunderschön bläulich-violetten Schimmer der Frontlinse. Diese sorgt bei Porträts für deutlich bessere Kontraste und weniger Streulichtanfälligkeit im Vergleich zu den unvergüteten Vorkriegs-Heliars. Auch der Compound III Verschluss von Ferdinand Deckel funktioniert nach der Revision einwandfrei. Die Zeiten von 1/100 Sekunde bis hinunter zur 1 Sekunde lösen präzise aus. Die Blende ist ölfrei und lässt sich weich verstellen. Der Hebel zur Verschlussöffnung funktioniert weich. Die Blendenlamellen sind nicht verfettet und ohne Abnützungsspuren. Das Gehäuse ist ohne Kratzer oder starke Gebrauchsspuren. Die Optik ist auf einer Original Sinar-Objektivplatine (140×140 mm) montiert.
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Das Heliar wurde (und wird) vor allem als Porträtobjektiv eingesetzt. Bei voller Blendenöffnung weist das Objektiv
(nach heutigen Massstäben) einen leicht reduzierten Kontrast und eine geringere Schärfe auf, ohne jedoch ein Weichzeichnerobjektiv wie das Universal Heliar oder Rodenstocks Imagon zu sein. Es wurde schon immer für seine ansprechende
Wiedergabe unscharfer Bereiche („Bokeh“) gelobt. Beide Eigenschaften tragen zum „Heliar-Look“ bei. Das
Heliar wird bei abgeblendeter Blende allmählich schärfer und erreicht eine hohe Auflösung; bei Blendenwerten von f/16 bis
f/22 ist es von einem modernen Objektiv nicht zu unterscheiden.
-Technica-Bezug: Ende der 1950er-Jahre war die Zusammenarbeit zwischen Linhof (München) und Voigtländer auf einem absoluten Höhepunkt. Die „Technica-Heliare“ wurden exklusiv selektiert, farblich perfekt auf die damals aktuelle Linhof Technika IV (gebaut von 1956 bis 1964) abgestimmt und oft direkt im Werk in einen zeitgenössischen Synchro-Compur-Verschluss montiert.
-Kreisrunde Blende: Der Compound-Verschluss besitzt im Inneren eine Irisblende mit meist 15 oder mehr Lamellen. Dadurch bleibt die Blendenöffnung beim Abblenden (z. B. auf f/5.6 oder f/8) nahezu perfekt kreisrund. Das ist das Geheimnis hinter dem weltberühmten, seidig-weichen „Heliar-Bokeh“ bei Porträts, da unscharfe Lichtpunkte im Hintergrund keine harten Ecken bekommen. [1]
-Pneumatische Hemmung (Luftbremse): Im Gegensatz zu späteren Compur-Verschlüssen, die wie ein Uhrwerk laut ticken, steuert der Compound die langen Zeiten von 1 Sekunde bis ca. 1/10 Sekunde über einen kleinen Luftzylinder an der Oberseite. Beim Auslösen entweicht die Luft langsam. Das sorgt für ein fast lautloses, sanftes „Zischen“ beim Auslösen – sehr angenehm im Studio, da kein lautes Klacken das Modell erschreckt.
-Format-Flexibilität: Das 21cm-Heliar leuchtet das klassische 4×5″-Format mit enormen Verstellreserven aus und reicht sogar für das größere 5×7″-Format (13×18 cm
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