Spionagekamera aus der Schweiz: Die Tessina

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Alle je durch Clean Cameras verkauften Produkte auf einen Blick. Es freut mich besonders, dass ich weltweit Begeisterten eine Freude machen kann!

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Schweizer Kamera-Geschichte: Die TESSINA aus dem Tessin In lockerer Folge präsentiert Ihnen Clean-Cameras Meilensteine der Fototechnik. Wir beginnen mit einem Wunderwerk aus der Schweiz. 1960 kam die Tessina 35 der Firma Concava AG aus Lugano-Cassarate auf den Markt. 35 steht für den verwendeten 35 mm Kleinbildfilm. Dieser wurde in speziellen Spulen geliefert oder kann heute mit dem Tessina Umspulgerät selber konfektioniert werden. Die Filmpatrone fasst 41 cm Schwarz-Weiss-Film oder 36 cm Farbfilm. Dies ergibt 23 Schwarz-Weiss-Aufnahmen oder 18 Farbaufnahmen. Die Negativgrösse ist 14 x 21 mm. Hergestellt wurde die Kamera durch die Firma Sigrist + Co. AG in Grenchen CH. Mehr als 200 Teile wurden hochpräzise in das nur 7 cm x 5.5 cm x 3cm kleine Gerät verbaut. Die Kamera ist nur 170 Gramm schwer. Die Concava übernahm den Vertrieb der Tessina. Erst um 1985 wurde die Produktion eingestellt. Stellen Sie sich vor, dass heute ein Hersteller ein Produkt baut, welches in praktisch unveränderter Form, 25 Jahre auf dem Markt bleibt. Entwickelt wurde die Tessina von Rudolf Steineck und Paul Nagel. Der eingebaute Federwerkmotor ermöglichte den Transport von 5 bis 8 Bilder ohne Nachspannen. Die Tessina ist die kleinste, mechanische, zweiäugige Spiegelreflexkamera. Links, von vorne gesehen, befindet sich die Sucheroptik. Rechts daneben das Tessinon 2.8 /25 mm Aufnahmeobjektiv! Durch die kleinen Abmessungen und das als Zubehör erhältliche Uhrenarmband wurde die Tessina auch als Spionagekamera eingesetzt. Die Tessina wurde in den 25 Jahren als Tessina 35, Tessina Automatic 35 und Tessina L geliefert. Sehr viel Zubehörartikel konnten gekauft werden. Legendär ist das Uhrenarmband mit dem die Tessina wie eine Uhr am Handgelenk getragen wurde. Der Durchsichts – Klappsucher konnte gegen einen 8x Lupensucher oder Winkelsucher ausgetauscht werden. Der kleinste Belichtungsmesser der Welt wurde aufgesteckt. Filter. Stativ und Blitz waren weitere Zubehörartikel. Nach 25’000 produzierten Kameras geht 1995 eine Epoche mit dem letzten Satz der Gebrauchsanleitung zu Ende: „Sehr wichtig!Machen Sie den Photofachmann darauf aufmerksam, dass die Negative seitenverkehrt zu kopieren bzw. zu vergrössern sind, sonst wird Ihr Bild…seitenverkehrt !“