Die Pocketkamera, ein kleiner Ausflug mit Clean-Cameras in die Geschichte

Die Pocketkamera, ein kleiner Ausflug mit Clean-Cameras in die Geschichte

1972 führte Kodak die Pocketkameras ein. Die Grundlage des 110 Filmtyps war der 16mm Film.
Die Pocket belichtete normalerweise ein Negativ in der Grösse von 13×17 mm. Dies ist etwa ein Viertel so gross wie ein Kleinbildnegativ und erlaubte Vergrösserungen bis knapp 20×30 cm. Durch die kleinen Abmessungen und die einfache Bedienung wurden die Pocketkameras zu einem riesen Erfolg. In den ersten drei Jahren wurden 25 Millionen Kodak-Pocketkameras verkauft.

Die 110 Filmkassette war sehr einfach in die Kamera einzulegen. Der Film hatte pro Negativ ein Perforationsloch was den Transport vereinfachte. Es wurden Filme mit 12 oder 24 Aufnahmen angeboten. Neben Color-Negatifilmen gab es SW-Filme und sogar 110er Diafilme. Nach vielen Jahren ohne Pocketfilm begann die Firma Lomo 2012 wieder mit der Fertigung. Es ist schön, dass die Pocketkameras jetzt nicht nur für die Vitrinen sind sondern auch wieder mit Filmen bestückt werden können.

Die meisten Pocketkameras waren wie gesagt sehr einfach und preiswert konstruiert. Es gab aber Ausnahmen: Rollei bot mit der Rollei A110 eine sehr hochwertige Pocketkamera an. Bei der Pentax Auto 110 konnten sogar die Objektive gewechselt werden; es waren viele Objektive, Blitzgeräte und sogar ein Winder im Angebot. Minolta bot mit der 110 SLR Zoom ein flache Spiegelreflexkamera mit Zoom und 110-er Film an. Neben Kodak und den oben erwähnten Firmen war die Firma Agfa sehr erfolgreich mit der Agfamatic Reihe. Durch das kleine Gewicht musste aufgepasst werden, dass keine verwackelte Bilder entstanden. Auch waren die hochempfindlichen Filme mit ISO 400 doch schon sehr körnig.Trotz der einfachen Bedienung konnten auch Bedienungsfehler gemacht werden. Ich erinnere mich an eine spannende Episode:
Ein Kunde kaufte mehrer Filme und brachte uns diese zum entwickeln. Leider waren alle Negative unscharf und kein Sujet zu erkennen. Wir nahmen an, dass die Kamera defekt sei und tauschten diese und die Filme aus. Nachdem dann noch Mal das gleiche passierte, sandten wir das ganze an den Kodakservice. Wir staunten nicht schlecht als wir Bescheid bekamen! Ursache: Der Kunde hat sein eigenes Auge fotografiert!
Ihr Clean-Cameras Team

link:
Sie können auch einen Kodak Milestone kaufen!